Heut früh um 06:20 (also in unserer Produktiv-Projektzeit) hat es in Dänemark und Südschweden ein kleines Erdbeben (4.8) gegeben. Die Explosion hat uns beide aus der "Projektarbeit" gerissen und leicht verstört. Anders als das Erdbeben damals in Hagenberg war es nicht eine einzelne Explosion, sondern eine Explosion mit anschließenden Schwingungen. Hat sich richtig komisch angefühlt, wie das ganze Haus hin-und-her gewackelt ist :-). Auf jeden fall haben wir (und ganz Skandinavien) es unbeschadet überstanden und sind gleich wieder in tiefe "Projektarbeit" gefallen.
Jetzt sind die letzten Stunden der Projektarbeit gekommen, Donnerstag 12:00, high noon (wobei die Chance für Sonne bei 0% liegt :-( ) ist Abgabe. Bis dahin heißts noch mal reinbeißen und hakeln!
Letzten Samstag war es soweit, wir durften die Wohnung trotz andauerndem Projektstress mal verlassen! Der Anlass war Pani's Geburtstag, den wir ausgiebig feierten :-). Hier ein paar Bilder:
Natürlich gabs auch ein Geburstags-Ständchen, und zwar Pani's Lieblingslied in voller Lautstärke und mit totaler Hingabe von allen gesungen!Edith by Pani: Verleumdung! Aber fesch 'gsungen habts ;)
Tja, leider gibt es hier kaum noch etwas über unser "Leben" (eher Existenz) im hohen Norden zu Berichten. Das hat aber leider seine Gründe: wir erleben nichts mehr! Von unseren Mitstudenten aus Hagenberg, dich auch auf Auslandssemester sind, hören wir immer allerlei Erzhälungen, wie toll es nicht sei. Jetzt wirds Zeit, dass wir uns mal den Frust von der Sehle Seele schreiben:
1) Erasmusveranstaltungen: Was ist das? Kann man das Essen? Smischi (= Studienkollege, nichts zum Essen!) hat gerade einen Erasmus-Ausflug am Partyboot von Lappeenranta (Finnland) nach Stockholm unternommen. Herm war schon in Polen. Unser selbstorganisiertes Wochenende in Stockholm ist leider schon etwas her. WIR WOLLEN ERASMUS-AUSFLÜGE!
2) Zeit: Es war definitiv keine gute Idee sich von der Aalborg Universität zwingen zu lassen im Auslandssemester 30 ECTS zu absolvieren. Wir beide müssen jetzt JEWEILS ein Projekt mit 50 Seiten Doku schreiben, verbleibende Zeit: 3 Wochen.
3) Alltag: Das heißt unser Tagesablauf enthält neben Projektarbeit (8-12h) noch Kochen, Essen, ab und zu eine Runde Computerspielen und unser absolutes Tageshighlight: für 30min die Wohnung zum Einkaufen verlassen. Dreimal die Woche kommen wir sogar über 30min aus der Wohnung: 2 mal Sprachkurs und einmal Fortgehen (dafür ist eigentlich keine Zeit, aber das muss sein, wenn man nicht komplett durchdrehen will).
4) Kosten: Lebensmittel in Dänemark kosten in etwa das 1,5-2fache von Österreich. Miete zahlen wir über 400€/Monat/Person in einer 3er WG in der Vorstadt mit einem teilweise anstrengenden und hygieneprodukteabstinenten Mitbewohner. Wir wussten dass es teuer wird und nahmen dies in Kauf. Aber wofür? Wir zahlen ein Vermögen, damit wir den ganzen Tag in den Bildschirm starren. Das Auslandssemester war eine Fehlinvestition wie man sie eigentlich nur von Bawag und OEBB kennt.
5) Unterricht: Der ist zwar schon lange vorbei und die Qualität und vor allem die nicht vorhandenen Security-Fächer wurden bereits bemängelt. Trotzdem muss nochmal gesagt werden, dass es jeder beliebige Informatik-Studiengang auch getan hätte.
6) Land und Leute: Von Dänemark kennen wir bisher: Kopenhagen, ... war da noch was? Ich bin mir nicht sicher, ob der Flughafen schon außerhalb der Stadtgrenze ist, aber ihr versteht was ich meine. Leute lernt man auch sehr schwer zwischen Schreibtisch, Küche und WC kennen, irgendwie ist hier nichts los.
Unser Auslandssemester im nächsten Leben:
1) Warm: Wenn wir schon ein halbes Jahr im Ausland verbringen, dann endlich mal irgendwo, wo die Sonne länger scheint und es auch im Winter wohlig warm ist.
2) Party: Es gibt regelmäßig Partys, auf denen man Leute vom Gastgeberland und dem Rest der großen weiten Welt kennen lernen kann. Und natürlich hat man auch genug:
3) Zeit: Man macht die notwendigen 15ECTS und pasta! Wenn wir vollzeit studieren wollen, brauchen wir dafür nicht ins Ausland zu gehen. Wir wollen ins Ausland um uns persönlich weiterzuentwickeln, andere Kulturen kennen zu lernen und Spaß zu haben!
4) Ausflüge: Natürlich gibt es regelmäßig Erasmus-Ausflüge in alle Ecken des Gastgeberlandes und darüber hinaus. Ob man daran teilnimmt oder nicht entscheidet sich nicht, ob man nicht doch lieber das Wochenende mit Projektarbeit vorm Computer verbringen sollte, sondern ob man sich schon vom vorherigen Ausflug regeneriert hat.
5) Kursauswahl: Die spielt im nächsten Leben keine Rolle mehr. Wir haben gelernt, dass hinter einem netten Studiengangsnamen alles mögliche Uninteressante verborgen liegen kann. Computer Science (=Informatik) gibt's überall und pasta! Da weiß man wenigstens, was einen erwartet. An der Uni werden je nach Umfang 2-3 Kurse belegt und dazu natürlich ein Sprachkurs (mit einer Sprache die mehr als 0,08% der Weltbevölkerung sprechen ;) ).
6) Kosten: Am liebsten billig natürlich, aber mal ehrlich: wenn Punkte 1-5 erstmal erfüllt sind spielt Geld keine Rolle mehr und teurer wie Dänemark geht wohl kaum noch.
<träum>
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Mitleitsbekundungen werden gerne im Kommentarbereich entgegengenommen!
Danke fürs Zuhören!
Florian und Peter
Am Dienstag haben wir unsere letzten beiden Unterrichtseinheiten und es ist Zeit mal ein kleines Résumé zu ziehen. Wir hatten insgesamt vier Fächer in denen Frontalunterricht stattfand. Von denen wiederum waren zwei ausschließlich Mathematik (Introduction in Information Theory und Theory of Computation), eines im Bereich Software Engineering (Test and Verification) und nur eines aus dem Bereich Informationssicherheit (Malwares and Attacks). Die ersten drei dieser Kurse wurden gemeinsam mit dem Studiengang Computervision and Graphics abgehalten. So schafften wir es immerhin auf fast zehn Studenten. In Malwares and Attacks waren wir ganze drei Studenten (ja, MIT Flo und mir!). Unsere Meinung über die Fächer im Detail:
Introduction into Information Theory: Inhalt dieses Kurses waren in erster Linie die Wahrscheinlichkeitstheorie und Channel Encoding. Die ersten Stunden wurden von einen Doktoranden abgehalten, der leider nicht sehr geübt im lehren war. Die restlichen Einheiten waren um einiges besser. Hier unterrichtete uns John Sørensen, dem man recht deutlich anmerkt, dass er das schon seit Jahrzehnten macht und dementsprechend erfahren ist, schwierige Inhalte so gut wie möglich zu verpacken. Der Inhalt der Vorlesung war rein mathematisch, was die Motivation nicht gerade steigerte. Ich vermute dass sich der Großteil des erworbenen Wissens mangels Anwendung bald wieder verflüchtigen wird. Trotzdem find ich es gut, dieses Thema einmal gehört zu haben.
Theory of Computation: Hier ging es um Mengenlehre, Regular Grammar, (non)-deterministic finite automaton, pushdown automaton und andere so wohlklingende Dinge. Normalerweise würden wir ja sagen, dass wir sowas niemals brauchen würden, aber wie der Zufall es so will macht das einen Großteil von Flos Projekt aus. Auch hier also ein rein mathematischer Stoff. Und auch hier hielt der Doktorand die ersten Vorlesungen ab und wie haben nicht viel vom Inhalt verstanden. Nur wurde es hier nach dem Lehrerwechsel leider nicht viel besser. Der eigentliche Inhalt wurde immer wieder doch Beweise unterbrochen, welche von Vorlesung zu Vorlesung komplexer wurden. Da wir das Beweisen nicht gewohnt waren mussten wir uns sowohl auf den eigentlichen Inhalt als auch auf das Beweisen konzentrieren. Irgendwann verschwamm alles zu einer einzigen riesigen Wolke und wir verstanden nichts mehr. Trotz mehrfacher Kritik wurde am Modus der Vorlesung nichts geändert. Erst als in einem Steering Group Meeting (mehr dazu später) wirklich alle Studenten kollektiv Kritik übten lenkte der Vortragende endlich ein. Leider zu spät - das Meeting war vor der letzten Einheit in diesem Fach. Auch hier gilt, dass ich glaube, dass der Inhalt zu theoretisch ist, als dass ich ihn in nächster Zeit anwenden könnte. Trotzdem schadet es nicht einmal davon gehört zu haben.
Test and Verification: Endlich ein Fach, in dem es nicht ausschließlich um Mathe geht. Hier ging es um das Testen von Systemen und Programmen. Angefangen haben wir mit Concurrent Programming, wo wir verschiedene Implementierungen von Mutexes analysierten und auf liveness und safety überprüften. Weiter ging es mit Modeling, Temporal logic und Model Checking mit Hilfe des Tools Uppaal. Am Ende gab es noch einen sehr kurzen Überblick über Black-Box und Clear-Box Testing. Ich glaube, dass wir aus diesem Kurs sehr viel Wissenswertes mitnehmen können. Vor allem da ich mich ja intensiv mit dem Thema sichere Softwareentwicklung beschöftigen möchte. Der Vortragende Roger Munck-Fairwood gestaltete den Kurs recht gut. Manches hätte man wohl schneller durchnehmen, anderes dafür mehr im Detail besprechen können. Aber das sehen andere vielleicht wieder genau umgekehrt.
Malwares and Attacks: Endlich: unser erstes - und einziges - Fach im Bereich Informationssicherheit. Der Grund dass es nur dieses eine gibt ist, dass wir das erste Semester mitmachen mussten - es hab kein drittes dieses Jahr. In dem Kurs waren wir dann auch ganze drei Studenten, weshalb auch noch die Stunden gekürzt wurden. Jeder von uns vieren (drei Studenten und Vortragender) hielt jeweils ein Viertel der Vorlesungen ab. Die Vorbereitungen für die Vorträge waren mit vernünftigem Aufwand zu schaffen, da die Folien bereits vorgegeben waren. Dass wir die Vorlesungen selbst abhielten war ein sehr interessantes Konzept und funktionierte hervorragend. Durch die kleine Gruppe konnte auch viel über die Themen diskutiert werden. Leider waren die Folien und der Inhalt leider bereits etwas verjährt - der gr0ßteil des Inhaltes stammt aus einem Buch von 2004. Das heißt zwar nicht, dass der Inhalt bereits überholt wäre. Es fehlten allerdings alle neuen Techniken, die Seither von Malware und deren Bekämpfer angewendet werden.
Allgemeines: Um die Qualität an der Aalborg Universität stetig zu verbessern, gibt es hier sogenannte Steering Group Meetings. Dabei handelt es sich um Besprechungen, die in etwa jedes Monat abgehalten werden. Teilnehmer sind die Vortragenden und die Studenten eines Studienganges (in unserem Fall die Studiengänge CNS und CVG gemeinsam). Die Besprechung dient um Feedback zu geben. Sowohl von den Studenten and die Vortragenden und die Universität im Allgemeinen als auch umgekehrt. Dabei werden die einzelnen Projekte der Studenten, die Fächer als auch allgemeine Dinge wie die Infrastruktur besprochen. Dass diese Meetings auch etwas bewirken können sahen wir bei unserem Theory-of-Computation-Vortragenden. Anfangs immun gegen jegliche Kritik lenkte er am Ende doch ein und sah, dass unsere Kritik gerechtfertigt und konstruktiv ist. Wir besprachen dann noch in der gleichen Besprechung Wege, wie der Unterricht besser gestaltet werden könnte.
Dieses System des Feedback-Gebens hat uns sehr gut gefallen, da es beide Seiten dazu zwingt, sich mit der Kritik zu befassen und durch den Dialog auch Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden können. Dieses Verfahren funktioniert vermutlich um einiges besser als das rein schriftliche und anonyme Feedback am Ende jedes Semesters in Hagenberg. Dies ermöglicht weder die Kritik genau zu erörtern, noch zwingt es den betroffenen sich mit der Kritik überhaupt zu beschäftigen.
Alles in allem sind wir von dem Unterricht hier etwas endtäuscht. Dies liegt in erster Linie an den gebotenen Fächern. Schließlich haben wir diese Universität extra ausgewählt, weil es hier einen Security-Studiengang gibt. Ein einzelner Kurs über Informationssicherheit wird aber wohl in jedem Informatikstudium angeboten.
Dass der Unterricht jetzt zu Ende geht heißt leider nicht, dass wir jetzt mehr Zeit haben uns mit Dänemark zu beschäftigen. Jetzt heißt es, unsere Projekte voranzutreiben. Am 17. Dezember ist das Abgabedatum für unsere 50-seitige Projektdoku (pro Person). Das heißt wir schreiben jetzt innerhalb eines Monats eine kleine Diplomarbeit. An alle die glauben wir machen hier Urlaub: schön wärs'! 40 Stunden arbeiten zu gehen und dann nicht mehr an das Projekt denken zu müssen wäre deutlich angenehmer.
Leider gab es schon länger keine Blog-Eintrag mehr von uns. Als Entschädigung gibt's jetzt einen extra ausführlichen! Außerdem findet ihr jetzt alle unsere Kopenhagen-Fotos auf Picasa. Es werden ständig welche hinzukommen, also schaut ab und zu vorbei. Aber jetzt erst mal zu unserem Kurzurlaub:
Wenn wir schon mal in Skandinavien sind, müssen wir natürlich auch Stockholm einen Besuch abstatten. Also Flug mit SAS von Kopenhagen in die Schwedische Hauptstadt gebucht, dazu ein kleines Apartment.
Donnerstag
Der Flug geht um 12:20. Da wir auch Gepäck einchecken müssen heißt das Ausnahmsweise wiedermal früh (also vor 11:00) aufstehen. Via Check-In am Automaten umgehen wir Komfortabel die Warteschlangen an den Schaltern und warten erst mal 2h. Der Flug war angenehm ruhig, Getränke kosten scheinbar mittlerweile auch bei Star-Alliance-Flügen extra. Angekommen in Stockholm mussten wir feststellen, dass 4 unabhängige Wettervorhersagen doch recht haben. Es war stark bewölkt, windig und kalt. Der Herbst ist hier im Norden bereits deutlich weiter vorangeschritten als in Kopenhagen. Viele Bäume haben ihr Blätterwerk bereits vollkommen abgelegt. Alle anderen erscheinen in wunderbaren Herbstfarben, was der Stadt zusätzlich ein besonderes Flair gibt. Nach einem kleinen Irrweg durch den Hauptbahnhof (wir suchten eine Touristeninformation - vergebens) machten wir uns auf den Weg zum Apartment.
Die Vermieterin war nicht da, gab uns aber bereits im Vorhinein Instruktionen, wie wir in die Wohnung können. Über das Apartment selbst waren wir dann sehr angenehm überrascht. Sehr gepflegt und hübsch und vor allem: mit Couch und Wohnzimmertisch! So einen Luxus haben wir in unserer Kopenhagener Wohnung ja leider nicht. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann mal raus um die nähere Umgebung zu erkunden und Frühstück einzukaufen. Beim Einkaufen waren wir über die Preise höchst erfreut. Im Vergleich zu Kopenhagen ist es in Stockholm richtig günstig - in etwa Österreichisches Niveau. Essen gab es in einer Tapas-Bar. Sehr lecker und obwohl wir jeweils nur ein Tapas verspeisten doch einigermaßen sättigend. Da die Zeit dann doch schon recht fortgeschritten war und wir in der Nachbarschaft keine belebte Bar finden konnten machten wir uns noch einen gemütlichen Abend bei Vodka und Musik im Apartment (Der Laptop hat auch ein Glas abbekommen.
Freitag
Wettermäßig hat sich Freitags leider nichts geändert - dichte Wolken, Wind, kalt und ab und zu auch noch ein bisschen Regen. Unser erster Weg führte uns Richtung Altstadt, wobei wir am Rathaus (Stadshus) vorbeikamen. Hierbei handelt es sich um einen sehr imposanten Bau - sowohl außen als auch innen. Da das Wetter ohnehin nicht so sehr zum herumschlendern einlud, machten wir auch eine geführte Tour durch das Rathaus mit. Dabei erfuhren wir allerlei interessante Dinge über den Bau und die Geschichte des Hauses.
In diesem Rathaus wird ja unter anderem das Nobelpreis-Dinner abgehalten. Am beeindurckendsten war allerdings der goldene Saal. Dessen Mauern bestehen ausschließlich aus Mosaiken. Die meisten Steine sind dabei - daher der Name - golden. Nach der Besichtigung ging's dann aber wirklich ab in die Altstadt. Diese ist sehr charmant und wirkt fast mediterran. Sehr enge Kopfsteinpflastergassen die ständig vom Wasser auf einen Hügel und wieder hinab führen. Außerdem ist die ganze Stadt von Wasser zerfurcht - schaut irrsinnig toll aus!. Am Abend ging es dann in den Jazz Club Fasching, wo der New Yorker Gitarrist Jonathan Kreisberg ein Konzert gab. Die Musik war sehr gut. Sehr beeindruckend, was dieser Künstler aus seiner Gitarre rausholt! Nachdem Konzert kamen dann deren Überraschung zwei: Zunächst verwandelte sich der Jazz Club plötzlich in eine Tanzbar.
Eine Menge junger Menschen (geschätzt ca. 20- bis 30-jährig) strömten in das Lokal und tanzten sofort drauf los. Und mit tanzen meine ich nicht das halb betrunkene, halb spastische rumgehoppse, wie ich es von Österreichern (uns eingeschlossen) kenne. So gut wie alle konnten tatsächlich gut tanzen. Ich weiß nicht, ob das für Stockholm normal ist oder wir einfach nur am richtigen Ort waren. Jedenfalls war dieses Spektakel sehr schön anzusehen. Die zweite Überraschung war dann ein weiterer Live-Auftritt. Diesmal von einer jungen aber sehr gute Band, die Musik in die Richtung R'n'B und Michael Jackson zum Besten gab.
Samstag
OK, ich gebe es auf. Florian nach unter 8h Schlaf aufzuwecken funktioniert einfach nicht. Das heißt es wurde wieder 12, bis wir endlich rauskamen. Dann der Schock: Sonne! In Stockholm! YEAH! Leider hat unsere Freude nicht lange gehalten. Bis wir beim Vasa-Museum angelangt sind, war es wieder komplett verzogen. Das Museum selbst muss man gesehen haben. Wir haben in etwa 3h darin verbracht, obwohl es einzig und alleine um ein Schiff geht - die Vasa. Einst der ganze Stolz der schwedischen Marine ist es bei der Jungfernfahrt noch im Hafen Stockholms wegen Konstruktionsfehler gesunken. 333 Jahre später wieder geborgen und restauriert steht es heute in voller Pracht im eigenen Museum. Für Studenten gibt es fast 50% Ermäßigung und Führungen sind gratis. Diese sollte man auch unbedingt mitmachen, da man allerlei über den Bau, den Untergang und das Leben an Board (wie es gewesen wäre) erfährt. Das Licht im Museum ist sehr gedämpft, was sehr passend wirkt aber das Fotografieren stark erschwert. Ich plädiere für Stative zum ausborgen! Nach dem Museum ging es zum Italiener Pizza essen. Zwei Pizzen und zwei Cola um 21€ ... in Kopenhagen gibt's dafür bestenfalls zwei Mäci-Menüs.
Sonntag
Aufgestanden um 13:00, Wachablöse um 12:15. Gut, ein weiterer Grund Stockholm nochmal zu Besuchen. Den sonnigen Nachmittag nutzten wir dann um ein letztes Mal durch die herrliche Altstadt zu schlendern. Wieder in Kopenhagen angekommen, gab es gleich eine tolle Überraschung: Am Ausgang warteten schon Silvia und Valentina mit einem Willkommensschild auf uns. In Kopenhagen hatte es zwar geregnet, doch es war angenehm warm. Man merkt halt doch, dass wir wieder im Süden sind.
Sämtliche Stockholm-Fotos gibt es hier zu bestaunen.
Heute an meinem einzigen freien Tag an diesem Wochenende hats natürlich Sauwetter in CPH gehabt und so sind wir kurzerhand ins dänische Nationalmuseum gefahren und haben uns ein wenig über die dänische Frühgeschichte informiert. Allerdings sind wir nur bis zu den Römern und Wikingern gekommen bevor das Museum zugesperrt hat. Das nächste Mal werden wir früher hinfahren. Heut Abend hab ich dann Karten für die Blue Men Group reserviert, bin schon sehr gespannt drauf! Um 60 Euro pro Person muss das schon was können!

