Kein Sanmohan mehr! Seine Teile der zwei Kurse sind vorbei und wir haben heute neue Profs bekommen. Die sind so ziemlich das Gegenteil von ihm, also die erklären wie etwas funktioniert und erläutern den Kontext und den Nutzen. Nicht so wie Sanmohan, der aus seinem Mathematikbuch vorgelesen hat und Formel hinter Formel an die Tafel abgemalt hat und bei Fragen selbst nicht so genau gewusst hat, wie das jetzt eigentlich funktioniert. Jetzt haben wir auf jeden Fall neue Hoffnung geschöpft und werden vorerst mal das eine Fach, wo wir schon mehr oder weniger damit aufgehört haben, doch noch weiter machen und nochmals evaluieren.
Nochmals die Auflistung unserer 5 Fächer hier in an der AAU:

  • Tests and Verification: Softwaretesting für verteilte Systeme. Mit Simulationen, Zustandsdiagrammen und so spannenden Sachen wie den Dijkstra-Algorithmus. Der Prof. ist recht oke und kann gut erklären, wenngleich er doch ein bisschen langsam ist.
  • Theory of Computation: Da gehts um Informatikergrundlagen wie State-Machines, Formal Languages mit Grammar und lauter so Sachen für das erste Semester Informatik auf der Uni. Aber mit neuem Prof. auch interessant und verständlich und generell nicht schlecht, das mal gehört zu haben.
  • Information Theory and Statistics. Mengenlehre, Wahrscheinlichkeitsrechnung und darauf aufbauend Codierungs- Kompressions- und Übertragungstheorie. Auch mit neuem Professor sehr vielversprechend.
  • Malwares and Attacks: Ja, sogar ein Security-Related Fach haben wir! Ein Überblick über Malware den wir zu viert (wir zwei, ein dänischer Student und der Professor==Studiengangsleiter) machen. Interessantes Thema, aber das Wissen und die Folien vom Prof. sind schon etwas angestaubt. Da wir aber Teile der Vorlesung halten, können wir da vielleicht ein wenig abstauben. Kommenden Freitag hat jeder von uns zwei eine 45-minütige Präsentation vor der gesamten "Klasse", die, nachdem der eine dänische Mitstudent auf einer Konferenz ist, aus uns und dem Prof. besteht. Aber immerhin.
  • Projekt. Das Semesterprojekt gibt 18 ECTS-Punkte, also gut die Hälfte des Semesters ist Projekt. Nach einigem Ringen um das Thema und die unübliche Gruppengröße von nur einer Person pro Projekt können wir nun doch schon mit unserer Diplomarbeit beginnen. Und bei einer Mindestgröße der Doku von 50 Seiten ham wir da schon einiges an Vorarbeit für die DA.

Wir besuchen ja in userer Freizeit neben der Uni einen Dänischkurs um uns ein bisschen mit den Eingeborenen hier verständigen zu können. Der Kurs ist ein Standard-Immigrantenkurs, allerdings sind in unserer Gruppe nur Erasmus-Studenten. Der Kurs ist zweimal die Woche, mandag og torsdag, je 3 Stunden. So geht sehr schnell sehr viel weiter und wir können schon einiges auf Dänisch sagen. Der Kurs is momentan mit Abstand das, wo wir am meisten lernen und am meisten zu tun haben :-)

Und genau in dem Kurs haben wir auch ein wenig über Dänemark gelernt und sind draufgekommen dass es eine (sogar relativ große) Insel namens Lolland gibt :-). Also die ideale Sommerresidenz für Nerds!

Seit Donnerstat ist Herm bei uns auf Besuch. Neben den Sehenswürdigkeiten mussten wir ihm natürlich auch das Kopenhagener Nachtleben näher bringen. Mittlerweile geht's uns auch wieder besser ;). Donnerstag Abend ist noch relativ ruhig verlaufen, da Flo und ich Freitags um 9:00 Morgens Unterricht hatten. Wir haben bei ein paar gemütlichen Gläsern Vodka Miami Vice geschaut. So alte Serien sollte man wohl lieber gut in Erinnerung behalten und nicht wieder ansehen. Für heutige Verhältnisse ist die Serie extrem langsam und langweilig, schon fast anstrengend. Freitags ging es dann erstmal in die Uni. Zu Mittag dann wieder heim und erstmal kochen. Herm hats auch geschmeckt ;). Nach einem kleinen Nickerchen gings dann richtig los. Erstmal gemütlich ein paar Vodka geschlemmert, sonst wird das fortgehen zu teuer. Dann ging es zu einem unserer wenigen Erasmus-Events: Copenhagen by Night. Das heißt über 50 Studenten treffen sich bei einer U-Bahn-Stationen und machen sich auf dem Weg zu einer bis dahin unbekannten Bar. Auf Autos und Ampeln wird dabei eher weniger Rücksicht genommen. So weit ich weiß, sind alle heil bei der Bar angekommen, aber wer weiß das schon bei lauter Studenten in Partylaune. Das Lokal war dann eine (die?) Australien Bar. Bis 22:00 gabs erstmal Happy-Hour für uns Studenten. Happy-Hour heißt in diesem Fall, dass ein Vodka-Sprite nur 20DKK an Stelle von 45DKK kostet. Ein 45DKK Vodka ist übrigens für das Foto mit den Mädels draufgegangen (verschüttet). That's Copenhagen ... . Bei diesem Event lernten wir dann zwei Sizilianerinen kennen, welche mit uns studieren werden. Mit denen sind wir dann bis halb 5 durch diverse Bars gezogen. Den Nach-Hause-Weg haben wir das erste mal mit dem Nachtbus bestritten. Der brachte uns schneller Heim als die S-Bahn, nicht schlecht!

Der Samstag begann dann um halb 2 oder so ... wer will das schon so genau wissen? Den Nachmittag verbrachten wir dann gemeinsam mit Silvia und Valentina mit einer Bootstour und einen Ausflug in den Rosenslot Haven (=Garten). Die Bootstour ist zwar ganz nett, aber meiner Meinung nichts, was man jetzt unbedingt gemacht haben sollte. Am Abend ging es dann erstmal in eine Cocktailbar, welche wir im Reiseführer gefunden haben. Die K-Bar ist zwar ganz nett, aber die Cocktailpreise, die bei 95DKK beginnen, haben uns dann doch abgeschreckt. Danach ging es wieder in die Australien Bar. Allerdgins merkte man doch unsere Angeschlagenheit vom Vorabend. Heute wird ausgeruht, mann muss es ja nicht übertreiben ;).

Wir genießen hier die schönen Tage. Mit ca. 15-17°C ist es bei uns noch sehr mild, sodass wir heute wiedermal auf dem Balkon gegessen haben. Gekocht haben wir heute Kartoffelgratin. Es war recht lecker, wenn auch nicht so gut wie Kathi ihres. Bevor es ans Arbeiten ging gönnten wir uns noch eine kleine Stärkung in Form von Eiskaffee und Kuchen (Man beachte die Bücher, welche alibihalber schon bereit liegen). Unser Mitgefühl gilt allen, welche im Moment in Österreich frieren müssen.

Eines der ersten Dinge, die ich in Kopenhagen erforschen musste, ist, wie es hier mit der Cider-Versorgung aussieht. Die ist ja in Österreich sehr mau, wo man mein Lieblingsgetränk mittlerweile praktisch nur noch in Irish-Pubs bekommt. Um so erfreuter war ich natürlich, wie ich gesehen habe, dass es hier sogar sehr viele verschiedene Cider zu kaufen gibt (auch im Supermarkt). Nur die mir bekannten irischen Cider wie Magners oder Strongbow waren nicht zu finden. Nachdem ich mich mal etwas durchgekostet hatte, kam die Ernüchterung (Achtung: Wortspiel!). Die hier verkauften Cider aus Dänemark und Schweden sind nicht wirklich mit den irischen zu vergleichen, welche eher herb sind. Die skandinavische Variante schmeckt wie ein Alko-Pop - nur nach Zucker. Das ist zwar immer noch besser wie Bier, aber mehr als ein bis zwei davon pro Abend gehen unmöglich. Da kommt man höchstens duch den Zuckerschock in Stimmung.

Der Tivoli ist vergleichbar mit dem Wirschtlprater in Wien. Allerdings befindet sich der Tivoli mitten im Zentrum Kopenhagens, was ihm eine besondere Atmosphäre verleiht. Leider endet die Sommersaison heute, weswegen wir ihm gestern einen Besuch abstatteten. Außerdem gibt es diese Woche das Multy Ride Ticket um nur 100DKK. Dieses Ticket enhält den Eintritt und die Fahrgeschäfte. Leider war recht viel lost, sodass wir nur 4 Attraktionen testen konnten. Am besten war natürlich die Achterbahn - aber viel zu kurz. Der Tivoli ist sehr schön gestaltet, trotzdem kann ich leider nicht mit Fotos dienen, da mich die Kamera zu sehr gestört hätte.

Haben heute Chilli con Carne Auflauf kredenzt. Wie gut er gelungen ist, könntet ihr im Moment an meinem Bauchumfang erkennen. Wir haben natürlich wie immer zu zweit die Zutaten für 3 Personen genommen, das war diesmal etwas viel! Das Kochen ist immer eine riesige Action, das Abspülen danach leider auch.

Wer geglaubt hat, wir würden uns hier von Fastfood oder Fertiggerichten ernähren, der irrt! Wir kochen brav unser eigenes Essen und es macht sogar richtig Spaß. Bisher haben wir beispielsweise Serbisches Reisfleisch und Curry mit Schweinefleisch und Paprika gezaubert. Selbst Tage nach dem Verzehr erfreuen wir uns noch bester Gesundheit. Aber das haben wir ja schon aus dem Rattenfilm gelernt: Everyone can cook.

PS: In der rechten Leiste findet ihr absofort die Links zu den von uns nachgekochten Rezepten

Spieglein, Spieglein an der Straße ...

Nyhavn (Bunt und mit Farbe)

Sonnenuntergang von unserem Balkon aus

Die alte Börse in Slotsholmen

Leuchtturmschiff im Frederiksholms Kanal

Blick vom Rundetårn in Richtung Øresundsbron

Kitesurfer im Øresund am Amager Strand

Baden bei 15° und starkem Wind *brrr*

Der Rundetårn im Herzen Kopenhagens

Irgendwås
Statue im Radhusen

Kirke in der Nähe des Kastellets

"Vergrabenes" Haus im Kastellet

Amalienpladsen bei Dämmerung

Kathi balanciert die Oper

Brunnen in Amalienhaven

Wir ham Internet!
Grad mal 48 Stunden nach der Bestellung ham wir einen funktionierenden Internetanschluss mit 12Mbit *Tim-Taylor-Grunz*. Jetzt ham wir eine richtige Wohnung. Mit dem gestern gekauften Esstisch für die Küche und der eingebauten Backrohrtüre kann man die Wohnung jetzt "feature complete" bezeichnen. Ein paar Bugs gibts noch, wie zB die fehlenden Lampen in zwei Zimmern, aber das ist nicht so wichtig solangs Internet und Essen gibt :-)
So, und jetzt mal ghörig Internet surfen, ham ja 2 Wochen Sucht nachzuholen!

Flo und Alex (unser Mitbewohner) hatten es scheinbar nicht ganz so idyllisch wie ich gefunden, immer am Schreibtisch zu essen und haben Heute spontan eine Esstischgarnitur mit 4 Stühlen gekauft. Das Set gab es im Angebot um 500DKK. Gekauft war schnell, nur das Nach-Hause-tragen war nicht ohne. Die Beiden haben den Tisch gemeinsam per S-Bahn bis Ballerup geschafft, ab dort durfte ich dann mithelfen. Kurz zu den Daten: 45KG, sperrig, 0,9km. Nachdem wir es endlich geschafft hatten das Ding auch noch in den 2. Stock zu hieven und wir unsere Finger nicht mehr spürten, konnte es ans Aufbauen gehen. Auf die Tücken des Zusammenbaus gehe ich jetzt nicht näher ein, nur so viel: es gibt kurze und lange Verstrebungen. Steht auch in der Anleitung, aber wir sind doch keine Mädchen und lesen soetwas! Wer kommt eigentlich auf die dämliche Idee Tische mit Glasplatten herzustellen? Mal ehrlich, nach jedem Essen Fensterputzen ist nicht so spannend.

Gestern zog unsere polnische Mitbewohnerin aus und unser neuer Lettischer Mitbewohner ein. Jetzt haben wir endlich unsere Zimmer, jeder ein eigenes Zimmer und Bett :-)
Gestern Abend wieder Kochstunde, bis wir draufgekommen sind, dass userer Polin sogar das Salz aus der Küche mitgenommen hat. Stress: Bratkartoffel ohne Salz oder Plan B? Plan B natürlich. Voller Motivation auf zur Nachbarin von gegenüber und mit genau 0% Sprachüberschneidung und viel Gestikulieren ein Salz organisiert. Sål heißts glaub ich. Das å ist so ähnlich wie das o im Mühlviertlerischen wie in "hab" zB. Heute Morgen beim zurückbringen dann ein freundliches "kanje behalde". Jetzt sind wir im Besitzt eines vor 7 Jahren abgelaufenen Salzes von unserer Nachbarin. Hat aber gut geschmeckt! Und ich hab mich schon mal vorgestellt was vielleicht bei einem späteren Staubsaugerausborgen behilflich sein könnte. Aber da muss ich erst mal rausfinden was Staubsauger auf dänisch heißt.

... und keine Schultüte! Pah!

OK, im Ernst: Die Uni ist in einem relativ neuem Gebäude, die Höhrsäle sind nicht so toll ausgestattet wie unsere FH. Wir sind scheinbar nur 5 Studenten in unserem Studiengang (der übrigens Communication Networks specialising in Security oder kurz CNS heißt, damit ihr auch wisst, was wir da heroben eigentlich machen). Davon sind 3 Erasmus-Studenten. Das wird gemütlich ;). Sonst gibt's eigentlich noch nichts Spannendes über die Uni zu erzählen und jetzt geht wieder was arbeiten!

Ein Ami-Schlitten der Ordentlich "Fuel" braucht

Flo vor der Kirche zum Heiligen Sankt Linksys

Das Danhostel, unsere Unterkunft in den ersten drei Tagen

Ein altes Segelschiff, dass wohl zur Marine gehört

Wer weiß, was das für ein Vogel ist? Ich nicht!

Sonnenuhr, Zeit zum Internet suchen!

Nochmal die Kirke

Tag zwei in unserer Wohnung. Nach einer angenehmen Nacht in unserer Wohnung, in unseren Betten, nach einem Frühstück aus unserer Küche fängt heute das Auslandssemester so richtig an. Sind grad wieder im Zentrum von Ballerup vor der Kirche zum Hl. Linksys (oder Hl. Kontor, da ist der Empfang besser) um unsere Informationstechnischen Bedürfnisse zu erfüllen. So ganz ohne Internet in der Wohnung ist auch eine sehr nette Erfahrung, die Tage dauern auf einmal viel länger und man hat viel mehr Zeit um zu lesen, sich zu unterhalten oder einfach nur nachzudenken ohne seine Gedanken gleich mit dem allwissenden Internet abgleichen zu müssen.
Jetzt gehts dann in die shopping mall zum Putzzeug kaufen (ja, das ist definitiv nötig in der Wohnung) und zum Lebensmittel für das Wochenende besorgen. In unserer Euphorie wird natürlich gleich noch chefkoch.de konsultiert und groß aufgekocht, schließlich haben wir ja eine große, schöne, mit IKEA-Starterset ausgerüstete Küche zu unserer Verfügung.
Gestern waren wir das erste mal richtig am Meer! Sind am Abend noch mit der metro an den Strand gefahren und sind dort am Pier gesessen bis es finster war. Die frische Meerluft war sehr angenehm, schade dass mit Baden heuer höchstwahrscheinlich nichts mehr wird. Wär am liebsten sofort reingesprungen :-)

Freunde, es ist so weit: Wir haben endlich eine Wohnung! Sie ist mitten in Ballerup, einer netten Vorstadt von Kopenhagen, in der auch die Uni ist. Allerdings brauchen wir ein Fahrrad um zur Uni zu kommen oder wir müssen eine Station mit der S-Bahn fahren und jeweils 5min gehen. Ins Zentrum von Kopenhagen fahren wir nicht ganz eine halbe Stunde. Jeder von uns bekommt sein eigenes Zimmer, wobei das kleinere davon schon groß ist. Teilen werden wir die Wohnung voraussichtlich mit einer Polin, die wir noch nicht getroffen haben und die möglicherweise bald wieder heim fährt. Einziges Problem bisher: die Wohnung stinkt stark verraucht und jeder der mich kennt, weiß wie mich das ankotzt! Aber das bekommen wir auch noch in den Griff. Internet haben wir leider auch noch keines. Angelich kann uns da aber die Uni weiterhelfen, mehr werden wir aber erst am Montag erfahren.

Jetzt kann unser Semester in Kopenhagen endlich richtig losgehen und ich bin überzeugt, dass es eine schöne Zeit wird!

So, heute könnte es ernst werden. Wir haben per Mail Kontakt zu den anderen Erasmus-Studenten unserer Uni aufgenommen und gefragt, wie es bei ihnen bezüglich Wohnung aussieht. Daraufhin schrieb uns einer unserer Kollegen, wir könnten gemeinsam ein Zimmer in einer WG haben. Ein Mädchen hätte ein Zimmer für sich, die beiden Jungs und wir beide jeweils eines gemeinsam. OK, klingt nach einer Gelegenheit zumindest den September zu überbrücken. Nach dem Flo endlich wach genug zum telefonieren war erfuhren wir sogar noch besseres: Die beiden Jungs ziehen aus und wir können beide Zimmer haben, also jeder sein eigenes. Wir wurden allerdings vorgewarnt, dass es sehr teuer sei: 3000DKK/Person. Gut, wir rechneten eher mit 5000DKK. Für uns ist das ein richtiges Schnäppchen!
Ich hoffe nur, dass unsere momentane Euphorie (Flo rasiert sich sogar zur Feier des Tages!) kein jähes Ende findet. Um ca 13:00 wissen wir mehr.

Nach abgewehrten SCAM-Attacken und einem weiteren Tag Wohnungssuche siehts wieder mal schlecht aus. Zwei der vier möglichen Wohnungen sind nichts (eine is schon weg, die andere is nicht möbliert und etwas länger nicht mehr renoviert worden). Die anderen zwei gehen nicht ans Telefon, dazu kommt eine neue Wohnung bei der wir ebenfalls niemanden erreichen. Naja, e-mail geschrieben und regelmäßig erneut anrufen.

Man könnte fast sagen dass wir schon einen geregelten Alltag haben. Allerdings ist die Frustration indirekt proportional mit der Zeit die noch bis zum Studienbeginn bleibt.

Hope for the best - prepare for the worst.

[UPDATE]
Von den 3 verbleibenden Anzeigen habe ich jetzt 2 erreicht.
Der Erste meinte, er hat schon sehr viele Bewerber und meldet sich am Samstag, falls es keiner genommen hat (haha!). Bei der zweiten Nummer hat eine nette Dame abgehoben, die meinte, kein Apartment zu haben und die Nummer in der Anzeige falsch sein muss. Das heißt die arme bekommt jetzt für ein paar Tage alle paar Minuten einen Anruf. Bei der dritten Nummer erreichen wir nach wie vor niemanden.

I got an e-mail a few days ago:

Dear Florian,
Good Evening,thanks for the prompt in response.My Apartment is Located at Asminderødgade 10,4th DK-2200 Copenhagen N Denmark,a very conducive place.It is well furnished with easy access of transportation.
features a living/dining room and a2 bedrooms with access to a private garden with a shed.The modern kitchen includes a fridge/freezer,stove top, exhaust,microwave,washing machine and dish washer.The apartment has central heating;double glazed windows and,laminated wood floors.

Furniture includes: sofa bed, dining table, 4 dining table chairs, standing light,coffee table,rug,media/TV table,double bed+mattress, two night tables,two table lights,dresser,cupboard,built- in closet, full equipped kitchen (dishes, cutlery, pots, pans,etc.),two garden chairs,curtains,blinds and lighting fixtures.
The rent is 7,000DKK per month including bills for the whole apartment and a Security deposit of 7,000DKK which is refundable if you make no damages in the Apartment during your stay in it.
The pictures are attached with this mail so that you can see if you like it or not.

If you are interested then we will have to proceed by signing the rental agreement and payment will have to be made for reservation.
Details needed for the contract are...

Your name
Your address
move in date and move out date
A scan copy of your ID


We can also chat on MSN on xxx and you can always text me on this Number xxx Because i am here in London Planning a wedding.
I am in London planning a wedding ceremony.
I am an easy going lady,i am 21 Years.i am Single..i like meeting people,i like traveling.My profession is Wedding Planner under Event Manager and also a per time Student.
Feel free to ask me any question if you have got any.I like to know more about you too.
I will send my picture in the next mail.Thanks i await for your response.
Best Regards,
Ellen

Then I thought why don't I chat with her:

[18:06:47] ellen : Hi
[18:07:10] me : hi!
[18:08:32] me : is the apartment still available?
[18:08:57] ellen : yes
[18:09:50] me : goot, cause we are still searching :)
[18:09:54] me : can we have a look at it?
[18:10:12] me : do you have some photos you could send us?
[18:10:21] ellen : i am in London not in CPH
[18:10:57] me : i know, but we can't rent an apartment we haven't even seen
[18:11:23] ellen : where are you?
[18:11:25] ellen : in CPH?
[18:11:29] me : yes
[18:11:49] ellen : and when do you intend to move in?
[18:11:55] me : yesterday
[18:11:59] me : as soon as possible
[18:12:09] me : we are staying at a bed&breakfast at the moment
[18:12:21] ellen : ok do you have any relatives in the UK?
[18:12:50] me : no
[18:13:21] ellen : ah ok
[18:14:27] me : what can we do?
[18:14:53] ellen : if you can show some commitment i can come to CPH to fix you in
[18:15:05] me : commitment?
[18:15:17] ellen : yes
[18:15:36] ellen : i need to be rest assured before coming to CPH that the money will be available when i come
[18:16:15] me : and how can i assure that?
[18:17:02] ellen : by showing proof of the month rent and deposit
[18:17:38] me : but i can't do that without even knowing the apartment exists.
[18:19:27] ellen : of course it does
[18:19:44] ellen : where are you from?
[18:19:49] me : austria
[18:20:11] ellen : are you alone in CPH?
[18:20:17] me : no
[18:20:37] ellen : who are you with?
[18:20:49] me : a friend
[18:21:02] ellen : ok good
[18:21:34] ellen : how about if you a transfer at the WU office in your friend name as the receiver then you show me proof to confirm if the money is truly available and if the amount is complete
[18:21:52] ellen : ones i see the proof i will come to meet you so that i can fix you in
[18:22:13] ellen : after you have moved in then you can change the rec eiver name to my name so that i can have the money
[18:22:37] me : sounds funny
[18:23:16] me : how about i send you a screeshot which shows my bank account balance.
[18:23:48] ellen : i don't want anything to do with bank statement
[18:25:34] me : sounds like a bad scam
[18:25:43] me : although its fun writing with you
[18:27:36] me : oh, come on
[18:30:21] me : how does it work?
[18:30:46] ellen : what?
[18:31:09] me : the scam
[18:31:34] me : is it the plan that i give you the MTCN and you withdraw the money?
[18:32:10] ellen : what are you saying
[18:33:04] ellen : thanks for the insult
[18:33:29] me : you're welcome

Erstmal RIESEN Dank an Kathi, die uns ein B&B rausgesucht hat, aus welchem ich gerade diesen Eintrag schreibe. Das heißt wir schlafen Heute nicht unter einer Brücke. Dieses Erlebnis konnten wir fürs Erste mal hinauszögern. Das B&B ist übrigens viel angenehmer als unser bisheriges Hostel. Flo und ich teilen uns alleine ein Zimmer und haben GRATIS Internet. Das ist in Kopenhagen nicht selbstverständlich (abgesehen von den vielen Familien Linksys, welche hier großzügigerweise ihre WLANs nicht verschlüsseln).

Inzwischen hatten wir wieder einen Besichtigungstermin bei einer Wohnung. Kaum angekommen, erfuhren wir, dass sie schon vergeben ist. Das hat uns ausnahmsweise nicht zurückgeworfen, da wir schon damit gerechnet hatten. Dabei war die Fahrt dort hin gar nicht ohne, da wir Schwierigkeiten hatten, ein U-Bahn-Ticket zu lösen. Der Automat akzeptiert nur Kleingeld oder Karten. Bei den Karten wurde meine Bankomatkarte verweigert und bei der Kreditkarte ein PIN verlangt ... ja weiß ich leicht den PIN meiner Kreditkarte? Herrschaftszeiten numoi! (Ja, Flo fäbrt schon wieder furchtbar auf mich ab). Nachdem wir zehn Leute gebeten haben uns einen Schein auf Kleingeld zu wechseln hatten wir endlich Erfolg.

Morgen 14:00 Kopenhagener Ortszeit haben wir wieder eine Besichtigung. Die Wohnung ist zwar nicht sehr billig, aber im Rahmen und klingt bisher recht gut. Das heißt für euch alle wiedermal fest Daumendrücken!!!

Nachdem es wiedermal nichts mit einer Wohnung geworden ist, kommt es heute noch schlimmer. Morgen sind scheinbar alle Hostels der Stadt ausgebucht. Der Grund hierfür ist uns unbekannt. Wenn sich morgen nicht doch noch etwas ergibt, wird dass dann wohl wirklich die erste Nacht unter einer Brücke.


Das Hostel, indem wir unsere ersten Nächste verbringen müssen ist ganz nett (naja, für ein Hostel halt). Immerhin lernt man hier Leute von allen Kontinenten lernen. Hatten diese Nacht Zimmerkollegen aus Deutschland, Frankreich, USA und Australien.

Nach 24h Kopenhagen hat die Stadt bisher einen sehr guten Eindruck bei mir hinterlassen. Die Stadt erinnert durch die vielen Backsteinbauten sehr stark an Hamburg. Auch die vielen Wasserstraßen tragen dazu bei. Da wir noch intensiv auf Wohnungssuche sind konnten wir bisher nur kleinere Spaziergänge in der näheren Umgebung unternehmen. Dabei habe ich mal kurz die Kamera für ein paar Schnappschüsse gezückt.



PS: Bei einem dieser Spaziergänge wurde ich gleich von eine Wespe angefallen! Das Biest stach mir doch glatt in den Hals. Na warte bis wir uns wiedersehen!

Sind jetzt schon den zweiten Tag in Kopenhagen, momentan im Hostel und immer noch auf Wohnungssuche. Heute um 17:00 können wir uns eine Wohnung ansehen, die von den Daten für uns passen würde und perfekt gelegen ist (direkt an der S-Bahn zwischen Uni und Innenstadt, sehr nah am Zentrum). Wir ham zwar noch keine Fotos gesehen, aber direkt ansehen ist gleich noch besser. Hoffen wir mal dass die Wohnung passt und wir dem Vermieter passen! Das Ergebnis gibts dann hier im Blog.

PS: Offene WLANs von irgendwo gegenüber rocken!